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Business6 Min. Lesezeit

Individuelle Software vs. Standardlösung: Wann lohnt sich die Investition?

Standardsoftware oder maßgeschneiderte Lösung? Diese Frage stellen sich viele Unternehmen. Hier ist eine ehrliche Analyse, die Ihnen bei der Entscheidung hilft.

Wann eine Standardlösung ausreicht

Standardsoftware ist die richtige Wahl, wenn Ihre Anforderungen dem Mainstream entsprechen. CRM-Systeme wie HubSpot, Projektmanagement mit Asana oder Buchhaltung mit sevDesk — für viele Bereiche gibt es hervorragende Standardlösungen, die sofort einsatzbereit sind.

Vorteile: Sofort verfügbar, getestet und bewährt, regelmäßige Updates, Community und Support, oft günstiger in der Anfangsphase. Wenn eine Standardlösung 80% Ihrer Anforderungen abdeckt und die restlichen 20% nicht geschäftskritisch sind, ist sie meistens die bessere Wahl.

Wann individuelle Software sinnvoll wird

Individuelle Software lohnt sich, wenn Ihre Geschäftsprozesse einzigartig sind und keinen Standard-Workflow abbilden. Wenn Sie feststellen, dass Sie Standardtools ständig „gegen den Strich" nutzen, Workarounds bauen oder mehrere Tools zusammenschrauben müssen, ist das ein klares Signal.

Typische Szenarien: Sie haben einen einzigartigen Geschäftsprozess, der nicht in Standard-Software abbildbar ist. Sie brauchen tiefe Integrationen zwischen verschiedenen Systemen. Die Standardlösung skaliert nicht mit Ihrem Wachstum. Sie wollen einen Wettbewerbsvorteil durch proprietäre Technologie schaffen.

Die ehrliche Kostenrechnung

Individuelle Software hat höhere Anfangskosten — typischerweise 10.000–100.000€ für ein MVP. Aber: Standardsoftware hat laufende Lizenzkosten, die sich über die Jahre summieren. Bei 50 Nutzern à 30€/Monat zahlen Sie 18.000€ pro Jahr — in 5 Jahren sind das 90.000€.

Rechnen Sie immer langfristig. Berücksichtigen Sie auch versteckte Kosten wie Workarounds, manuelle Prozesse, Datenverluste durch fehlende Integrationen und die Opportunitätskosten ineffizienter Workflows.

Der hybride Ansatz

Oft ist die beste Lösung ein Mix: Standardsoftware für Standardprozesse und individuelle Entwicklung für die Teile, die Ihren Wettbewerbsvorteil ausmachen. Verbunden durch saubere API-Integrationen.

Beispiel: Sie nutzen Shopify für Ihren Online-Shop, bauen aber ein individuelles Konfigurator-Tool für Ihre komplexen Produkte. Oder Sie verwenden Slack für die Kommunikation, entwickeln aber einen eigenen Bot für Ihre spezifischen Workflows.

Entscheidungs-Checkliste

Individuelle Software ist wahrscheinlich die bessere Wahl, wenn: Ihr Kernprozess einzigartig ist und einen Wettbewerbsvorteil darstellt. Keine Standardsoftware deckt mehr als 60% Ihrer Anforderungen ab. Sie planen stark zu wachsen und brauchen Skalierbarkeit. Sie möchten unabhängig von einem Anbieter sein. Die Standardlösung hat Sicherheitslücken oder Datenschutzprobleme für Ihren Use Case.

Fazit

Es gibt keine universelle Antwort. Die Entscheidung hängt von Ihren spezifischen Anforderungen, Ihrem Budget und Ihren langfristigen Zielen ab. Wichtig ist, die Entscheidung bewusst zu treffen — mit einer ehrlichen Analyse beider Optionen.

Sie stehen vor genau dieser Entscheidung? Ich helfe Ihnen gerne mit einer objektiven Analyse Ihrer Situation — auch wenn das Ergebnis ist, dass eine Standardlösung für Sie besser passt.

Standard oder individuell?

Ich helfe Ihnen, die richtige Entscheidung für Ihr Unternehmen zu treffen — objektiv und unverbindlich.

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